Robert Fuchs (1847 - 1927)

Fuchs in Frauental an der Laßnitz geboren, war das 12 Kind der Familie. Seine musikalische Erziehung begann mit 8 Jahren, als die Familie den Ort verließ und nach St. Peter i.S. Umzog. Der Schwiegersohn der Familie Martin Bischof war sein erster Lehrer. Hier lernte Robert Fuchs das Geigen-, Klavier- und Orgelspiel. Die Kindheit und Jugend waren auch von Entbehrungen geprägt. Erst während seiner Studienzeit gelang es ihm nach und nach durch eigenen musikalischen Fortschritt seine finanzielle Situation zu verbessern. Eigentlich war sein Berufsziel das eines Volksschullehrers, aber diese Vorstellung viel nach und nach dem Wunsch sich der Musik zu widmen zum Opfer, nicht zuletzt unter dem Eindruck, dass sein Bruder es in Wien schon zum Kapellmeister gebracht hatte. 1865 brach er nach Wien auf, um sein Studium am Konservatorium zu beginnen.
Bei Professor Felix Otto Desshoff konnte er den Jahreskurs für Kontrapunkt und Komposition belegen. Sein in dieser Zeit erarbeitetes Streichquartett erregte großes Aufsehen ob seiner kompositorischen Reife. Eine Anstellung als Organist folgte 1866 neben all diesen Aktivitäten unterrichtete er in Musik-Theorie. Im folgenden Jahr, also 1867, mit gerade mal 20 Jahren schrieb er seine erste Sinfonie: Ein großer Erfolg beim damaligen Publikum!
Mit seiner Heirat 1869 begann eine zurückgezogene Lebensphase. Er verdiente sich als Organist und Korrepetitor, gab Unterricht und verkaufte seine Kompositionen.
Nach und nach stellten sich größere Erfolge ein: 1874 feierte er mit seiner Serenade in D-Dur einen solchen. Im selben Jahr erhielt er eine Anstellung im Fach Harmonielehre am Konservatorium.
Zu dieser Zeit begegneten sie sich: Robert Fuchs und Johannes Brahms.
Brahms, der sonst auch als gefürchteter Kritiker in der Musikwelt bekannt war, schätzte den 14 Jahre jüngeren Fuchs und setzte sich sehr für ihn ein.
Beim Hören seiner Musik, der von Fuchs meine ich, sind die Einflüsse Brahms auch kaum zu überhören. Wobei manches wiederum so witzig spritzig und anders ist, das man diese Argumentation auch getrost bei Seite legen möchte.
Seine Musik wurde nicht nur vom geneigten Publikum goutiert, sondern erhielt auch aus der Fachwelt große Anerkennung: Im Jahre 1884 erhielt er den Beethoven-Komponistenpreis der Gesellschaft für Musikfreunde.
1888 erfolgt die schon erwähnte Ernennung zum Professor am Konservatorium. Zu seiner Zeit war er sehr erfolgreich, nicht nur als Komponist und Musiker, sondern auch als Pädagoge. 1912 zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück. Fortan widmete er sich verstärkt dem Komponieren. Am 19. Februar 1927 starb Robert Fuchs.


Quelle: http://www.capriccio-kulturforum.de

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